Gottesdienst zuhause feiern am Sonntag “Rogate” 17. Mai
Betende Haende Foto: Nahler (c)gemeindebrief.de

Gottesdienst zuhause feiern am Sonntag “Rogate” 17. Mai

Wochenspruch Psalm 66,20:
Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Lied des Sonntags: Lasst uns miteinander

Psalm des Sonntags: 95
Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!
Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen und singen.
Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.
Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein.
Denn sein ist das Meer, und er hat’s gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.
Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide.

Predigttext zu diesem Sonntag: Matthäus 6,5-15. Über das Beten.
[5] Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. [6] Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. [7] Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. [8] Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. [9] Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. [10] Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. [11] Unser tägliches Brot gib uns heute. [12] Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. [13] Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. [14] Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. [15] Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Erläuternde Gedanken
Der Text über das Beten bei Matthäus macht deutlich, dass es zur Zeit des Evangeliums schon Erfahrungen mit dem rituellen Gebet und dem eigenen Beten gibt. Auch für Jesus gibt es schon „Richtlinien“, Hilfreiches und weniger Hilfreiches zum Beten zu sagen. „In der Kürze liegt die Würze“, könnte man auch zum VaterUnser sagen, denn darin liegt für Jesus alles, was wir für unsere Gottes- und Menschenbeziehung brauchen. Er weiß aber gerade auch, dass das Christentum im „stillen Kämmerlein“ ausgeübt wird – damals vielleicht aufgrund von Ausgrenzungen, Anfeindungen und Verfolgung, heute aus anderen Gründen. Da kann man sich schon fragen: Warum wird das Vaterunser z.B. am Grab bei einer Beerdigung so verhalten mitgesprochen? Andererseits ist aber auch erfreulich, wie viele Kinder und Jugendliche es schon kennen. Manchmal brauchen wir wirklich nicht mehr als ein Vaterunser – in Corona-Zeiten sogar als Zeitmesser für das Händewaschen! Das Gebet Jesu ist auf die Botschaft der Bibel zurückzuführen, es ist zugleich ethisch und politisch bedeutsam. Machen Sie doch nochmal Ihre Erfahrungen mit dem VaterUnser. Ob beim Händewaschen, vor dem Einschlafen oder vor einer schwierigen Aufgabe, ob in Krankheit oder in großer Freude. Rogate!

Gebet zum Tag
Gelobt seist du, unser Gott, der unser Gebet nicht verwirft. Wenn wir zu dir sprechen, antwortet uns dein Geist. Wir wissen oft nicht, was wir beten sollen. Ungeübt sind unsere Hände und Stimmen.
Deshalb bitten wir dich: Gib uns deinen Geist, dass er uns zeige, wie wir zu dir sprechen und deine Antwort hören können. AMEN