Gottesdienst zuhause feiern am 12. Sonntag nach Trinitatis 30.08.2020

Gottesdienst zuhause feiern am 12. Sonntag nach Trinitatis 30.08.2020

Wochenspruch Jesaja 42,3:
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“

Lied des Sonntags: EG 658: Lass uns in deinem Namen

Predigttext zu diesem Sonntag: 1. Kor. 3,9-17
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.

Erläuternde Gedanken
Paulus redet seiner jungen Gemeinde in Korinth ins Gewissen. Es scheint bewegt zugegangen zu sein. Allein auf eines konnte man sich einigen: Jesus Christus ist der Grundstein der Gemeinde, der Grund allen Redens und Tuns. Aber wie´s richtig geht mit der Nachfolge? Paulus gebraucht zwei anschauliche Bilder, die alle verstehen können. Die Gemeinde und auch der Einzelne sind Gottes Acker bzw. Bauwerk. Es ist also immer Gottes Werk, an dem wir miteinander arbeiten; und nur weil Gott mich in seiner Gnade dazu befähigt hat, habe ich die Chance, darauf und daran weiterzubauen. Jede/r soll sich wohl überlegen, wie er die Arbeit fortführt.

Gebet zum Tag (A. Stangenberg)
Gott des Lebens,
wir kommen zu dir mit dem, was unser Leben und Zusammenleben belastet. Die Gemeinschaft in der Familie hat sich verändert, auf beruflichen Ebenen wird umstrukturiert, überall und selbst in der Kirche wird neu gedacht, und nicht immer in Dimensionen, die uns guttun und gefallen. Mit Wehmut denken wir an fröhliche und unbeschwerte Zeiten unseres Lebens und unserer Gemeinde, und in dieser Wehmut steckt die Sehnsucht nach erfüllter und erfüllender Gemeinschaft miteinander und mit dir, Gott.
Wir denken an die Menschen, die wir aus einem guten Team verabschieden, und daran, dass wir oft an den Rand unserer Kraft gegangen sind und darüberhinaus.
Mit großer Dankbarkeit erfahren wir, dass sich Menschen zu einem neuen Team zusammenfinden, und es ist aller Ehren Wert, dass manches sich noch finden muss und wir aneinander und mit dir werden und an unseren Aufgaben wachsen.
Wir verlieren auch Menschen auf unserem Weg, sei es durch Überlastung, Meinungsverschiedenheiten, persönliche Einschnitte im Leben, und auch durch Krankheit und Pflegesituationen, Verantwortungen, die uns Menschen das Leben stellt.
Voller Demut kommen wir vor dich, Gott:
Lass du die nicht los, die wir nicht halten können. Begleite uns und alle, die wir in Zeiten von Krankheit und Sorge leben.
Vor dich bringen wir in einem Moment der STILLE alles, was uns bewegt:

Erbarme dich über uns, und lass deine Liebe unter uns groß werden. AMEN