Gottesdienst zuhause feiern am Pfingstsonntag 31.05.2020
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Gottesdienst zuhause feiern am Pfingstsonntag 31.05.2020

Wochenspruch Sacharja 4,6b:
“Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.”

Lied des Sonntags: EG 128 Heilger Geist, du Tröster mein
1) Heilger Geist, du Tröster mein, hoch vom Himmel uns erschein mit dem Licht der Gnaden dein.
2) Komm, Vater der armen Herd, komm mit deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd.
3) O du sel’ge Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn aller, die dich rufen an.
4) Ohn dein Beistand, Hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar umsonst.
5) Lenk uns nach dem Willen dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein.
6) Gib dem Glauben Kraft und Halt, Heilger Geist, und komme bald mit den Gaben siebenfalt.
7) Führ uns durch die Lebenszeit, gib im Sterben dein Geleit, hol uns heim zur ewgen Freud.

Pfingst-Psalm nach Psalm 118,24-29
Groß ist unsere Freude über diesen Tag, den du machst. Fröhlich sollen unsere Lieder klingen. Du bist der Schöpfer aller Tage. Lass uns das nicht vergessen, wenn andere Tage und Stunden kommen, wo wir uns von allen guten Geistern verlassen fühlen. Groß wird unsere Freude sein, wenn deine Hilfe uns erreicht. Wenn gelingt, was wir in deinem Namen beginnen. Wenn der Geist, der in deinem Namen kommt, unserer Schwachheit aufhilft, unsere trüben Tage erleuchtet, unsere dunklen Stunden erhellt, dann, ja dann beginnt das Fest, nach dem wir uns sehnen. Dann werden wir dir danken und dich preisen; denn deine Freundlichkeit hat sich uns mitgeteilt. Gestärkt hat dein Geist unser Vertrauen, dass deine Güte bleibt heute und morgen –und immer.

Predigttext zu diesem Sonntag: Apostelgeschichte 2 – das Pfingstwunder
21 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.
12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! 15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; 16 sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):
17 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; 18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; 20 die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. 21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Erläuternde Gedanken
Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft.

Gebet zum Tag
Komm, Heiliger Geist, und schaffe alles neu!
Wir sind in Unruhe. Komm mit deiner Weisheit.
Viele sind verunsichert. Komm mit deiner Klarheit.
Die Mächtigen sind uneins. Komm mit deinem Rat.
Die Kranken sehnen sich nach Heil. Komm mit deiner Stärke.
Die Wissenschaftler und Forscherinnen mühen sich. Komm und schenke ihnen Erkenntnis.
Die Traurigen verlieren den Mut. Komm mit deinem Trost.
Deine Gemeinde sehnt sich danach, zu singen und gemeinsam aufzuatmen.
Komm und berühre deine Menschen. Brich mit uns zusammen auf.
Geh mit uns hinaus ins Weite und heile uns.
Komm, wir warten! Komm, Heiliger Geist, und schaffe alles neu! AMEN