Informationen aus der Gemeindeversammlung am 30. August 2020

Pfr.in Stangenberg-Wingerning und Pfr. Dr. Wenzel berichteten aus der Gemeindearbeit, danach folgten die Vorstellung der Anbauplanung an die Auferstehungskirche Ostheim, sowie die Berichte des Finanzkirchmeisters Peter Koch und des Baukirchmeisters Jürgen Darscheidt. Am Ende ihres Berichts gab die Vorsitzende einen vorsichtigen Ausblick auf 2021:

  1. Wir bauen! In Ostheim beginnt die Bauphase der Seniorenbegegnungsstätte. In Rath-Heumar werden auf dem Vorplatz vor der Versöhnungskirche wetterfeste Sonnensegel errichtet, die auch bei starker Sonneneinstrahlung und Regen Gottesdienste draußen ermöglichen.
  2. Wir brauchen Menschen – die Anzahl der Gemeindeglieder nimmt weiter ab und auch die Nutzer und Nutzerinnen unserer Gottesdienste und Angebote.
  3. Wir brauchen eine stabile finanzielle Situation – v.a. um unsere Kinder- und Jugendangebote fortführen zu können. Andere Finanzierungsmöglichkeiten als die Zuweisungen durch die Kirchensteuerverteilstellen müssen gefunden werden.
  4. Wir schützen – die Schulungen für das Schutzkonzept für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene werden wiederaufgenommen bzw. weitergeführt.
  5. Wir tun etwas für die ältere Generation: Die Zusammenarbeit mit den Seniorennetzwerken in beiden Gemeindebezirken wurde und wird intensiviert. Die Gruppen werden wieder beworben und auch neue Angebote gemacht. Da aber die Anzahl derjenigen steigt, für die die Teilnahme an Seniorenangeboten einer Kirchengemeinde völliges Neuland ist und zugleich der Anteil der pflegebedürftigen Senioren steigt, die nicht mehr mobil sind und zuhause betreut werden, werden wir konzeptionell arbeiten und verstärkt für eine attraktive Seniorenarbeit werben müssen.
  6. Wir werden visitiert: Der Kreissynodalvorstand wird im Januar 2021 unsere Gemeinde besuchen und nach Konzeptionen zu Inhalten, Finanzen sowie Kooperationsmodellen fragen. Die Schwestern und Brüder aus dem Kirchenkreis werden Veranstaltungen und Gottesdienste besuchen – wertvolle Gelegenheit zu Begegnung und Austausch. Wir bitten Sie herzlich um aufmerksame Teilnahme und Ihr Interesse an unserer Gemeinde und Kirche in der Region! Den vollständige Gemeindebericht finden Sie auf unserer Homepage.

 

Gemeinde und Corona:

Das bestehende Hygiene- und Schutzkonzept für die Arbeit mit Menschen in unseren Räumlichkeiten bedurfte der Überarbeitung. In unserer Gemeinde gelten immer die aktuellen Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW sowie des EKD-Eckpunktepapiers. Die Vorsitzende des Presbyteriums setzt die jeweils geltenden Bestimmungen um und informiert darüber.

Eine besondere Herausforderung stellen Herbst und Winter dar, bei der die Aerosolverteilung trotz Heizungsnutzung niedrig gehalten werden muss. Wir müssen uns darauf einstellen, dass unsere Kirchen und Räume zwar temperiert sind, aber bei Veranstaltungen nicht aufgeheizt werden dürfen. Ungeachtet sinkender Temperaturen muss auch ausreichend gelüftet werden. Es ist ratsam, unsere Räume mit entsprechend warmer Kleidung zu nutzen, Wolldecken zur Einmalnutzung sind bevorratet.

Durch die Sorge um die Gesundheit der Menschen wurden in den letzten Monaten einige Entscheidungen zur Verlegung von Gottesdiensten aus der Auferstehungskirche in die größere Versöhnungskirche getroffen. Diese widersprechen z.T. aber grundsätzlichen Beschlüssen des Presbyteriums, welches auf eine paritätische Nutzung beider Gebäude Wert legt. Die Vorsitzende ist angehalten, darauf zu achten.

 

Kinder- und Jugendarbeit:

Herbstferienangebote für Kinder und Jugendliche und ein Konfirmandenwochenende wurden genehmigt. Das Presbyterium intensiviert seine Bemühungen um die Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit. Andere Finanzierungsmöglichkeiten müssen gefunden werden, da die Haushaltslage eine dauerhafte Stellenbesetzung sonst nicht möglich macht. Jugendleiterin Claudia Regina hat bereits Anträge gestellt. Der Personalausschuss wird in dieser Sache arbeiten und wirbt um Unterstützung.

 

Bauangelegenheiten:

Das Presbyterium hat einen Wartungsvertrag zur Baumkontrolle abgeschlossen. Die Glocken der Auferstehungskirche sind saniert. Bei den Arbeiten im Glockenturm wurden Mängel beim Blitzschutz entdeckt, so dass eine Reparatur bzw. Erneuerung im fast fünfstelligen Bereich notwendig wird (extrem belastend für unseren Finanzhaushalt). In diesem Zusammenhang danken wir sehr herzlich für Ihre Spenden und Zuwendungen!

Das Presbyterium setzt Anregungen aus der Gemeinde und Landeskirche um. So sind Fahrradständer für den Vorplatz der Versöhnungskirche installiert, und die Anschaffung von Heizstrahlern und Luftbefeuchtern wird geprüft.

 

Finanzangelegenheiten:

Der Jahresabschluss endet mit einem Minus i.H.v. € 24.556,21. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung wird ein geringerer Verwaltungskostenanteil angestrebt.

 

Advent und Weihnachten:

Aufgrund der derzeitigen Situation müssen größere Veranstaltungen und Gottesdienste anders gestaltet werden. So wird es z.B. mehrere Senioren-Adventsfeiern geben. Besonders herausfordernd ist dabei die „ganz andere“ Gestaltung des Heiligabends. Darüber werden Sie separat in Aushängen, Handzetteln und Weihnachtsbriefen informiert.

 

Ingrid Herrmann-Stojanov (Presbyterin) und Andrea Stangenberg-Wingerning (Pfarrerin)