Wenn ein Mensch sein Leben verloren hat…..
..sind Sie als Angehörige/r gefragt, die Beisetzung des Leichnams zu planen und eine Abschiedsfeier zu gestalten. Wir begleiten Sie sehr gerne dabei und bieten für Sie eine kirchliche (evangelische) BEERDIGUNG an.

Wenn Sie möchten, rufen Sie Pfr. Dr. Wenzel (für Rath-Heumar) oder Pfr.in Stangenberg (für Ostheim) direkt an, wenn der Trauerfall eingetreten ist. Ansonsten werden wir benachrichtigt, sobald Sie ein Bestattungsunternehmen gewählt haben und klar ist, dass die BEERDIGUNG in unsere Zuständigkeit gehört.
Was ist eine BEERDIGUNG?
Bei einer BEERDIGUNG nehmen Menschen Abschied von einem verstorbenen Menschen. Zu einer kirchlichen BEERDIGUNG gehören eine Trauerfeier oder ein Gottesdienst und die anschließende Beisetzung.
Eine Trauerfeier ist die Form eines Kurzgottesdienstes (meist in der Trauerhalle eines Friedhofs, Dauer ca. 20 min). Im Anschluss an die Trauerfeier versammelt sich die Trauergesellschaft vor der Trauerhalle, und hinter Sarg oder Urne folgt ein Trauerzug bis zur Grabstelle. Dort wird der/die Verstorbene der Erde übergeben, es erfolgt der dreimalige Erdwurf („Von Erde bist du genommen – zu Erde wirst du werden – dass du Heimat hast bei Gott in Ewigkeit – Amen“) mit Aussegnung, ein Bibelwort, ggfs. ein Moment Stille, das gemeinsame VaterUnser und ein Segen für die Trauergesellschaft. Danach nehmen alle persönlich am Grab Abschied.
Haben Sie für Ihre/n Verstorbenen die Form „ab Halle“ gewählt, entfällt eine Trauerfeier, und mit kurzen liturgischen und persönlichen Worten setzt sich direkt der Trauerzug zum Grab in Gang.
Insbesondere in diesem Fall entfällt die liebevolle und wertschätzende Erinnerung an die Verstorbene/den Verstorbenen, die von Ihrem Pfarrer/Ihrer Pfarrerin nach einem persönlichen Gespräch vorbereitet wird, und meist als sehr tröstlich empfunden wird.
Diese hat einen besonderen Platz und Rahmen, wenn Sie für Ihre Trauerfeier unsere Kirchen (Versöhnungskirche Rath-Heumar oder Auferstehungskirche Ostheim) nutzen, was i.d.R. machbar ist. Dort sind wir zeitlich nicht so begrenzt wie auf dem Friedhof, es ist mehr Ruhe und die Möglichkeit, sich persönlich an dem Abschied zu beteiligen (durch musikalische Beiträge, Textbeiträge etc.).
Bestattungsformen, Bestattungsorte
Die evangelische BEERDIGUNG ist nicht auf eine bestimmte Form festgelegt. Erdbestattung, Urnenbeisetzung, aber auch eine Trauerfeier mit Sarg vor der Einäscherung (wenn z.B. eine anonyme Beisetzung geplant ist) ist möglich. Auch ein naturnaher Friedhof mit Baumbestattung wird häufig gewählt.
Was muss ich nach dem Tod eines / einer Angehörigen unternehmen?
Der Tod muss durch einen Arzt / eine Ärztin festgestellt werden. Im besten Fall gibt es medizinische Unterlagen, die Sie zur Verfügung stellen können. Wird der sog. „natürliche Tod“ festgestellt, ist der Leichnam zur Bestattung freigegeben. Sie können unmittelbar einen Bestatter Ihres Vertrauens anrufen und ihn beauftragen. Der Bestatter hilft Ihnen sowohl in den Fragen der Ausgestaltung einer Trauerfeier und Beisetzung, als auch in rechtlichen Fragen (Testament, Versicherung, Sterbegeld etc.) weiter. I.d. R. benachrichtigt er auch den zuständigen Pfarrer / die zuständige Pfarrerin. Sie können uns aber gerne nach Eintritt des Todesfalls auch direkt anrufen – wenn uns dies möglich ist, kommen wir gerne auch zur Verabschiedung und Aussegnung zu Ihnen!
Was passiert in einem Trauergespräch mit dem Pfarrer / der Pfarrerin?
Gemeinsam mit den Menschen, die Sie mit dabei haben möchten, führen wir mit Ihnen ein Trauergespräch als seelsorgerliche Begleitung in der akuten Verlustsituation, aber auch zur Vorbereitung der BEERDIGUNG. Wir nehmen Daten auf, überlegen mit Ihnen welches Kirchenlied, welche Musik oder welcher Bibelspruch tröstlich und passend wäre. V.a. aber nehmen wir aus Ihren Erinnerungen an den Verstorbenen / die Verstorbene Gedanken auf, die in der Ansprache während der BEERDIGUNG eingebunden werden.
Warum sollte ich mich für eine kirchliche evangelische BEERDIGUNG entscheiden?
Die BEERDIGUNG ist eine würdige Feier für einen verstorbenen Menschen, aber auch ein wichtiger Moment für die Angehörigen in ihrer Trauerarbeit. Gebete und Lieder helfen, vor Gott können wir für das Leben eines Menschen danken, aber auch Trost und Vergebung erbitten für Zeiten, in denen das Zusammenleben und Miteinander schwierig war. Hier ist auch der Ort, sich eigene Ängste und Zweifel angesichts des Todes einzugestehen, aber auch der Hoffnung und des Glaubens zu vergewissern. Wir vertrauen darauf, dass Christus für uns gestorben und auferstanden ist und mit uns durch Leben und Tod geht.
Wie wird des / der Verstorbenen in der evangelischen Kirche gedacht?
I.d.R. wird der Name am Sonntag nach der BEERDIGUNG im Gottesdienst abgekündigt bzw. in die Fürbitte einbezogen. Der Toten- oder Ewigkeitssonntag (letzter Sonntag im Kirchenjahr, Sonntag vor dem 1. Advent) ist der besondere Gedenktag, an dem die Namen aller Verstorbenen noch einmal verlesen werden, meist verbunden mit einer symbolischen Handlung (Kerzen anzünden, Steine oder Kreuze hinlegen….). Zum Gottesdienst an diesem besonderen Sonntag werden Sie schriftlich eingeladen.
Und was mache ich mit meiner Trauer?
Für alle Fragen, die Sie in Ihrer Trauerzeit beschäftigen, sind Ihr Pfarrer / Ihre Pfarrerin offen. Gerne kommen wir noch einmal zu einem Gespräch zu Ihnen, gehen mit Ihnen noch einmal zum Grab u.ä. Wenn daran Interesse besteht, laden wir Sie zu Angeboten in unserer Gemeinde ein, die sich speziell an trauernde Hinterbliebene richten.

Wir wünschen Ihnen einen guten Abschied!