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"Maria stillt Jesus" von Lucas Cranach, dem Älteren - copyright: wikimedia

Predigt zum Muttertag 10.05.2026

(Predigt gehalten von Pfarrer Dr. Gerhard Wenzel am 10.05.2026 in der Versöhnungskirche in Köln-Rath-Heumar und der Auferstehungskirche in Köln-Ostheim)

Die Gnade und der Friede Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Vor wenigen Jahren hatte ich von Mitte der Woche bis zum Wochenende des Muttertags Besuch von einem Freund aus Böblingen in meinem Pfarrhaus. Als er dann schon längst weggefahren war, überraschte er mich eine halbe Stunde später mit einem Anruf über Handy. „Geh mal zu deinem Briefkasten. Ich muss da was vergessen haben! So ne Tüte“, sagte er. In der Tat: Als ich die Tür öffnete und zum Briefkasten schaute, hing da eine Tüte. Darin war ein Blumenstrauss und eine Karte. „Lies mal die Karte!“ hörte ich am andern Ende und ein Lachen. Langsam begriff ich, dass Karte und Blumen wohl für mich gedacht waren. Und so las ich also die Karte. Darauf stand: „Danke. Et war prima, wie bei Muttern!“ Auch ich musste lachen, bedankte mich bei ihm, verabschiedete mich und nahm den Muttertagsstrauss mit ins Haus und stellte ihn dann auf den Tisch, an dem wir noch an diesem Morgen gesessen hatten.

Vielleicht ist diese Muttertagsepisode ein Zeichen dafür, wie sich heutzutage die Rollenverhältnisse geändert haben. Vielleicht aber auch ein Zeichen dafür, dass es bei dem Muttertag um etwas Tieferes geht, was auch wir Männer nicht von uns schieben können oder nur den Frauen bzw. Müttern überlassen oder auflasten könnten. Der Muttertag kann durchaus einen tieferen Sinn haben, auch für uns Männer, mehr als ein Tag des schlechten Gewissens oder ein Tag der Gewissensberuhigung.

Für viele scheint der Muttertag ja eine rein weltliche Angelegenheit zu sein, ein Tag der in Deutschland dem Geschäftssinn der Blumenhändler zu verdanken sei und mit auf deren Betreiben hin zustande gekommen sei, was sicher nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Denn in Deutschland wurde der Muttertag 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern propagiert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, also der Weg bereitet. Aber erfunden haben die Blumenhändler diesen Tag nicht. Hartnäckig hält sich das Gerücht, die Nationalsozialisten, die ja erst Jahre später an der Macht waren, hätten den Muttertag erfunden. Ein völliger Unsinn. Ich komme da später noch mal kurz drauf zurück.

Der Muttertag hat eine lange Vorgeschichte. Er ist lange vor der Zeit des Nationalsozialismus entstanden. Er wurde 1914 bereits als gesetzlicher Feiertag in den USA eingeführt. Aber das Spannende kommt erst jetzt: Wusstet Ihr, dass er  dort schon 1912 zum kirchlichen Feiertag erklärt worden war? Und zwar keineswegs von der dortigen katholischen Kirche, die wir gerne mit klassischem Familienverständnis und traditioneller Mutterrolle in Verbindung bringen würden, sondern von der General Conference of the Methodist Episcopal Church, einer methodistischen Kirche, einer Kirche in evangelischer Tradition also.

Der Muttertag ist also ursprünglich ein Kirchlicher Feiertag, hingegen er in unserem deutschen Evangelischen Kirchcnjahreskalender als besonderer Tag überhaupt nicht mehr vorkommt. Manche sogenannte politisch Linksgesinnte werden jetzt vielleicht sagen: „Kein Wunder, dass die Kirche diesen Tag erfunden hat. Wir haben es doch schon immer gewusst, dass der Muttertag eine rein konservative Geschichte ist, wo die Frau auf die Rolle der Mutter reduziert werden soll.“ Der moderne Zeitgeist scheint sich schwer damit zu tun, im Muttertag etwas Anderes zu sehen als die Reduzierung der Frau auf ihre Mutterrolle.

Diese Art der Skepsis gegenüber dem Muttertag ist aber eher ein typisch deutsches Phänomen, denn nachdem er in vielen anderen Ländern Europas und der ganzen Welt längst ein offizieller Feiertag geworden war, führten schließlich auch die Nationalsozialisten diesen Tag als offiziellen Feiertag ein und verknüpften ihn jedoch mit ihrer Propaganda und missbrauchten ihn für ihre ideologischen Zwecke. Die Feier des Muttertages wurde von ihnen mit der Idee von der „germanischen Herrenrasse verbunden“. Besonders kinderreiche Mütter wurden als Heldinnen des Volkes zelebriert, da sie den „arischen Nachwuchs“ fördern sollten. 1933 wurde der Muttertag zum öffentlichen Feiertag erklärt und erstmals am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ gefeiert.

Und immer wieder wurde natürlich auch die Aufopferungsideologie dabei bedient. 1944 lies die Reichsfrauenführung noch verkünden: „Der Ausgang des Krieges hängt weniger von materiellen, als von ethischen Voraussetzungen und Gegebenheiten ab. Damit erwächst aber bei den Frauen als Trägerinnen der Stimmung und Haltung in der Heimat und indirekt auch an der Front eine grosse Verantwortung. Denn ebenso kriegsentscheidend wie die Waffentaten ist die seelische Rüstung eines Volkes.“ Dazu sollten also die Frauen bzw. die deutschen Mütter herhalten. Wenn wir das so hören, dann streuben sich unsere Nackenhaare. Jedenfalls geht es mir so. Einfach grausig. Wie viele andere Dinge im Bereich der Kunst und Musik wurde also auch die Tradition des Muttertags von den Nazis missbraucht. Das sagt aber weder etwas über den ursprünglichen Sinn und Zweck des Muttertages aus noch darüber, welche religiöse Dimension der Muttertag vielleicht dennoch haben könnte.

Versuchen wir uns also neu und vertieft dem Muttertag anzunähern. Dazu habe ich zwei Bilder mitgebracht.

Bild 1:

Das eine zeigt hier meine eigene Mutter. Und ja, Ihr vermutet richtig – das Baby links an ihrer Brust, das bin ich. Meine Mutter ist vor wenigen Jahren gestorben, aber das Bild begleitet mich weiter. Viele von Euch haben solche Fotos bei sich zuhause, wo sie an der Brust der Mutter hängen oder umgekehrt Fotos, wo sie selbst als Mutter, ihr Kind auf dem Arm halten oder stillen.

Bild 2

„Maria stillt Jesus“ von Lucas Cranach, dem Älteren – copyright: wikimedia

Und jetzt ein anderes im Vergleich. Mich hat immer die Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Bildern berührt. Das zweite Bild hier zeigt Maria, wie sie das Jesuskind stillt. Es ist von Lukas Cranach, dem Älteren. Ein Künstler der Zeit der Reformation, ein Weggefährte und Freund von Martin Luther.

Jesus wurde wie wir von seiner Mutter gestillt. Dabei beschäftigt mich besonders dieses Wort „stillen“. Woher rührt das eigentlich? Ganz klar, in dem Moment wo die Mutter dem Kind Milch, also Nahrung gibt, das vor Hunger schreit, wird es still. Daher das Wort „stillen“. Es ist eine Zuwendung, die dem Kind das gibt, was es braucht- Geborgenheit, Ruhe.

Im Lukasevangelium, Kap. 11, Verse 27-28 befindet sich eine Passage, die mir bei der Vorbereitung für die heutige Predigt in den Sinn kam. Da heißt es: „Eine Frau aus dem Volk erhob ihre Stimme und sprach zu Jesus: „Selig der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen Du dich genährt hast!“ Er aber sprach: “Selig sind vielmehr die, welche das Wort Gottes hören und bewahren.“ Im ersten Moment klingt das wie eine schroffe Provokation und ein Widerspruch von Jesus.

Was will Jesus hier sagen? Hat er ein Mutterproblem gehabt? Ich denke mal nicht. Zumindest spricht die Tatsache, dass seine Mutter Maria im Gegensatz zu vielen anderen seiner Weggefährten später am Kreuz bei ihm war, für ein innigliches Verhältnis der beiden zueinander. Was will Jesus also mit diesen Worten sagen? Er will einfach nur sagen: Wichtiger als biologische Tatsachen selbst, also von welcher Mutter Du abstammst oder wer dich an seine Brust genommen hat, ist ob das Wort Gottes gehört und bewahrt wird. Wie verhält sich die Mutterrolle dazu? Wichtiger also als die Frage, wes Fleisch und Blut ich bin, ist die Frage in welcher Beziehung wir zueinander stehen und wie wir Menschen so miteinander umgehen, dass Gott dabei spürbar, greifbar wird, dass Gottes Ziel mit uns Menschen erfahrbar wird, seien Liebe, seine eigene Zuwendung zu uns Menschen, die wir in uns aufnehmen, wenn wir auf seien Worte hören, auf das, was er usn zu sagen hat.

Es hat Frauen gegeben, die haben sich nicht an die Aufopferungsideologie der Nazis gehalten, haben sie nicht verinnerlicht. Und es hat Frauen gegeben, die viele Jahrzehnte, bevor der Nationalsozialismus den Muttertag in unseren Breitengraden in den Dreck gezogen hat, ihr Muttersein, ihre Verantwortung anders verstanden und eben auch den Muttertag anders verstanden haben. Und vielleicht haben sie gerade darin Gottes WORT gehört und bewahrt, wie Jesus es allen Frauen , aber auch den Männern anempfohlen hat. An diese möchte ich erinnern. Denn ich glaube, man und frau können den Muttertag durchaus positiv verstehen und positiv füllen. Es kommt nur darauf an, an welche Muttertagstraditionen und welche Mütterbilder wir anknüpfen wollen.

Die ursprüngliche Initiative zur Schaffung eines Muttertages kommt nämlich von der englsichen und amerikanischen Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts. Der Muttertag in seiner heutigen Form wurde in der englischen und US-amerikanischen Frauenbewegung geprägt. Die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen. 1870 wurde von Julia Ward Howe darauf aufbauend eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort peace and motherhood gestartet. Sie hatte das Ziel, dass die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen. Sie hat also den von ihr propagierten Muttertag in Verbindung mit dem Friedensgedanken gesehen. Kriege, die allesamt Tod bringen, werden in der Regel von Männern geführt. Das ist in der Geschichte so. Eine Mutterschaft, die in der Regel von Frauen ausgeführt wird, führt zum Leben. Ich glaube, wir haben es aktuell bitter nötig, dass der Muttertag heute gerade mit diesem Gedanken der Stiftung von Leben und Bewahrung von Frieden wieder deutlicher in Verbindung gebracht wird.

Die eigentliche Begründerin des Muttertages wurde schließlich die methodistische, also evangelische Pfarrerstochter Anna Marie Jarvis. Sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. 500 weiße Nelken ließ sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen. Sie gilt ganz offiziell als die eigentliche Begründerin des Muttertages. Und auch sie verband den Friedensgedanken mit diesem Tag, wie schon ihre Vorgängerinnen.

Der Muttertag geht also nicht zurück auf ein Bewusstsein von unterwürfigen Frauen, die sich auf die Rolle des Hausfrau- und Mutterseins haben reduzieren lassen, sondern auf selbstbewusste Frauen, die in ihrer Rolle als Mutter etwas ganz Besonderes sahen.

Und dieses ganz Besondere hat offenbar eine tiefe religiöse Dimension, weshalb dieser Tag ja auch, wie bereits erwähnt, in den USA zum kirchlichen Feiertag wurde, bevor er zu einem staatlichen Feiertag wurde. Was hat es mit dieser tiefen religiösen Dimension auf sich? Diese tiefe religiöse Dimension, die ich darin sehe, ist an den Bildern ablesbar, die ich Euch gezeigt habe (Bilder nehmen) – Leben schaffen und bewahren. Durchaus im Sinne Jesu also.

Im Jahr 2016 hat uns eine Jahreslosung, also ein Bibelvers begleitet, der besonders stark zum Ausdruck bringt, was zur göttlichen Dimension des Mutterseins gehört. Im Prophetenbuch Jesaja, Kap. 66, Vers 13 heißt es: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

Es geht also in der Tat beim Muttersein nicht nur einfach um etwas Biologisches, sondern um diese Leben schaffende und lebenserhaltende Beziehungsebene – stillen, trösten – das tut einfach gut. Ich weiß es noch wie heute, wie meine Mutter mich einmal getröstet hatte. Als ich im Alter von etwa 6 Jahren von einem älteren Jungen mit dem Fahrrad verfolgt wurde, der mich verprügeln und quälen wollte, wie er es oft getan hatte, stürzte ich mit dem Rad. Der Junge verschwand, als er sah, dass ich blutüberströmt am Boden lag. Eine Nachbarin hatte meine Mutter alarmiert. Die kam angerannt und hob mich auf, herzte und tröstete und beruhigte mich und trug mich schweren Jungen, der ich mit 6 Jahren ja schon war, durch die halbe Siedlung etwa 500 Meter auf den Armen nach Hause. Dann ging es ab zum Krankenhaus. Das ist Trost und Aufrichtung, die man als Kind nicht vergißt. Und genau das wird eben auch bei Jesaja über Gott ausgesagt. Gott hat das mit den Müttern unserer Welt gemeinsam, dass er so trösten, stillen und aufrichten will, wo Unheil und Schmerz ist – Leben schaffen und bewahren.

Dem Schmerz, der Not und dem Tod Gottes Liebe entgegen stellen und neue Perspektiven eröffnen – das hat auch Jesus selbst so getan, als er am Kreuz hing. Wir haben es vorhin in der Lesung gehört. Ich lese es noch mal: „Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! (also:“ das soll nun dein Sohn sein“) Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! (also: „das soll nun deine Mutter sein!“) Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“

So die Zeilen aus dem Johannesevangelium. Jesus stiftet also im Angesicht seines eigenen Todes am Kreuz noch neue Beziehungen. Maria soll die Mutterrolle für den Jünger Johannes übernehmen und Johannes die Rolle des Sohnes für sie. Hier vollzieht sich das, was Jesus uns selbst ans Herz gelegt hat: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren – also diejenigen, die gemäß der Lebensweisung Gottes handeln und das Leben bewahren, was uns Gott selbst ans Herz gelegt hat, diejenigen, die den Trost, den Gott uns selbst gibt, wie eine Mutter weitergeben.

Ich habe es selbst erst kürzlich so erlebt. Da war es nicht meine Mutter. Es war auch nicht Maria. Aber es war jemand, der mich aufhob und tröstete, wie es eine gute Mutter tut oder unser guter Gott.

Am 9. Januar stürzte ich an der Frankfrurter Straße mit dem Rad auf dem Weg von Ostheim nach Porz-Eil. Kurz vor meinem Ziel touchierte ich bei Regen, Dunkelheit, schlechten Lichtverhältnissen und plötzlich veränderter Fahrbahnführung den Randstein des Fußgängerweges und flog in hohem Bogen nach vorn auf meine linke Schulter, auf der ich versuchte mich abzurollen. Ich spürte sofort, dass da etwas völlig zerbrochen war. Ich konnte vor Schmerzen nur schreien und versuchte mich am Türgriff eines Autos hochzuziehen – vergeblich. Ich konnte den Arm nicht mehr bewegen. Da kamen aber schon zwei Männer, die beim dortigen Imbisswagen standen. Und der eine der beiden, ganz offenbar türkischer Herkunft, forderte mich auf, ihm die Arme zu reichen und meine Füße gegen seine Füße zu stämmen und mich von ihm hochziehen zu lassen. Er zog mich aus der Fütze hoch und half mir auf einen Stuhl.

Er war es, der mir in dem Moment den Trost Gottes vermittelte und mich aufrichtete, wie damals meine Mutter als ich 6 Jahre alt war. Und dann kamen später in den Tagen und Wochen darauf auch die vielen trostreichen Nachrichten per whatsapp, per E-Mail, Postkarte oder Telefon von Euch Gemeindemitgliedern, die von meinem Unfall und meinem Dienstausfall gehört hatten und ihr Mitleid ausgedrückt haben, Besserungswünsche übermittelt und Hilfe angeboten haben. Das hat mir sehr viel Kraft gegeben. Wo wir so einander trösten und aufrichten, sind wir wie Mütter, sind wir wahre Boten Gottes. Und da entsteht ein Netz, das viele Menschen in ihrem Leben tragen kann. Ein Netz der Liebe Gottes. Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Amen

Lied: 432 ( 1-3) „Gott gab uns Atem, damit wir leben“)