Gottesdienst zuhause feiern am 1. Sonntag nach Trinitatis 14.06.2020
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Gottesdienst zuhause feiern am 1. Sonntag nach Trinitatis 14.06.2020

Wochenspruch Lukas 10,16a:
Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.

Lied des Sonntags: EG 666 Selig seid ihr

717.1+2: Psalm 34 i.A.
Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen! Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden. Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Reiche müssen darben und hungern; die den HERRN suchen, haben nicht Mangel an irgendeinem Gut. Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

Predigttext zu diesem Sonntag: Apg.4,32-37 – die Gütergemeinschaft der ersten Christen
32 Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. 33 Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. 34 Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Land oder Häuser hatte, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35 und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. 36 Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37 der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

Erläuternde Gedanken
In der Apostelgeschichte beschreibt der Evangelist Lukas das Zusammenleben der ersten Christen in Jerusalem. Als Zeichen ihrer Eintracht schildert er die sog. Gütergemeinschaft. Die Menschen hätten ihre Habe verkauft und den Erlös in die Gemeinde eingebracht, sodass niemand mehr irgendetwas sein Eigen genannt habe und alle mit dem Notwendigen versorgt gewesen seien. Daraus wurde ohne Zweifel das Muster für das entstehende Klosterleben, bis im späten Mittelalter ein Leitbild für christliche Gemeinschaften überhaupt daraus wurde. Wenn wir heute die Worte von Gemeinde als „ein Herz und eine Seele“ hören, kommen wir ins Nachdenken. Ist es wirklich so, dass wir in der Gemeinde solidarisch sind, Werte zum Wohle Aller zusammentragen und teilen? Wer bringt was in die Gemeinschaft ein? Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Gebet zum Tag
Gott, wir bitten dich: Mach glaubwürdig, was in deinem Namen unter uns geschieht. Hilf, dass alle, die dein Wort berührt, getröstet werden; dass alle, die dein Wort verkünden, nicht Steine bieten, sondern nährendes Brot, dass alle, die dein Wort bewegt, anderen etwas zu schenken vermögen. Wir bitten, dass die, die dich hören, sich leiten lassen von deiner Liebe; dass die, die dir vertrauen, Hoffnung verbreiten; dass die, die dir folgen, als glaubwürdig erlebt werden. Gott, so viele sind da, die Hilfe suchen, die Trost brauchen, die Freude und Brot und Hoffnung nötig haben. Gib ihnen, was ihnen hilft aus den Herzen und Händen derer, die deine Botinnen und Boten sind. Amen.