Gottesdienst zuhause feiern am 12.07.2020
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Gottesdienst zuhause feiern am 12.07.2020

Wochenspruch Eph 2,8:
Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.

Psalm der Woche: 73 i.A.
Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind. Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.
Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte / und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.

Lied des Sonntags: EG 168 Du hast uns Herr gerufen

2. Du legst uns deine Worte und deine Taten vor.
Du legst uns deine Worte und deine Taten vor.
Herr, öffne unsre Herzen und unser Ohr.
Herr, öffne unsre Herzen und unser Ohr.
3. Herr, sammle die Gedanken und schick uns deinen Geist.Herr, sammle die Gedanken und schick uns deinen Geist,der uns das Hören lehrt und dir folgen heißt,
der uns das Hören lehrt und dir folgen heißt.
4. Wenn wir jetzt weitergehen, dann sind wir nicht allein. Wenn wir jetzt weitergehen, dann sind wir nicht allein. Der Herr hat uns versprochen, bei uns zu sein.
Der Herr hat uns versprochen, bei uns zu sein.

Predigttext zu diesem Sonntag: Lukas 5,1-11
1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth. 2 Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Erläuternde Gedanken
Der 5. Sonntag nach Trinitatis steht im Zeichen der Nachfolge. Sie geschieht im Glauben an Gottes Verheißungen, mögen sie auch noch so unwahrscheinlich klingen: sei es die Verheißung an Abraham, sei es Jesu Aufforderung, gegen alle Erfahrung das Fischernetz auszuwerfen, sei es die Feststellung, dass der Tod Jesu dem neuen Leben dient. Kopflose, blinde Nachfolge allerdings ist nicht geboten: Man muss schon prüfen und erkennen, wem es sich zu folgen lohnt. Lukas will das missionarische Amt der Apostel und die Kirche durch eine vorösterliche Begebenheit legitimieren. Entsprechend ist die Perikope vom Fischzug des Petrus weniger eine Berufungserzählung als vielmehr eine Metapher für das Kommende; der reiche Fischfang des Simon Petrus steht in direktem Zusammenhang mit der Mission. Wie Jesus vom Boot aus predigt und eine große Menge Menschen um sich schart, so kündigt er dem Fischer Simon, der fortan Petrus genannt wird, Vergleichbares an.

Gebet zum Tag
Gott, unser Vater, von Anfang an hast du die Gemeinschaft mit deinen Kindern gesucht. Immer wieder siehst du uns an, sprichst du uns an, forderst uns auf, unseren Weg mit dir zu gehen. Wir bitten dich: Schenke uns Vertrauen an der richtigen Stelle. Hilf uns, deinen Ruf aus den vielen Rufen der Welt herauszuhören und deine Ermutigung anzunehmen.